Wildview

Abenteuer Natur(schutz)fotografie

Kategorie: Auf Vortragstour

Kurz vor Tourstart zu “Naturwunder Erde” 19.Oktober 2013


Liebe Leser meines “wildview” Blogs,

die Show “Naturwunder Erde” ist fertig produziert, die Vortragstour steht kurz vor dem Start.

In den neuen Büroräumen von Greenpeace in Hamburg fand am 15. Oktober eine Pressekonferenz zur Vorstellung des Projektes statt.
Überschattet wird der Tourstart von den Ereignissen in Russland, wo 28 Greenpeace Aktivisten und zwei unabhängige Journalisten der Piraterie angeklagt sind. Vier Wochen zuvor hatten sie versucht ein Banner auf einer Ölplattform von Gazprom anzubringen um gegen die gefährliche und für das Klima völlig inakzeptable Förderung von fossilen Brennstoffen im arktischen Eis zu demonstrieren. Ihnen droht bei einer Verurteilung bis zu 15 Jahre Haft. Wir werden während der Vortragstour solange Unterschriften sammeln, bis unsere Freunde wieder auf freiem Fuß sind. Der friedliche Widerstand gegen die Zerstörung der Welt wird sich auf diese Weise nicht einschüchtern lassen.

Außerdem möchte ich Ihnen an dieser Stelle mein neues Buch präsentieren, welches soeben vom renommierten Knesebeck Verlag aus München veröffentlicht wurde. Es ist das Begleitbuch zur großen Vortragstour und eine wunderbare Möglichkeit unseren Planeten verstehen und lieben zu lernen. Die Mischung aus fundierten Texten des Biologen Jürgen Paeger und meinen Fotos präsentiert alle relevanten Lebensräume der Erde in der für den Verlag gewohnt hochwertigen Druckqualität und professionellem Layout. Das Buch kostet 24.95 €


Das Buch kann über meine Homepage (ab November), via Buchhandel oder an den Vortragsabenden erworben werden.

Die Tourdaten finden Sie immer aktuell auf www.markus-mauthe.de oder www.greenpeace.de/multivision

 

Es würde mich sehr freuen Sie in den kommenden zwei Jahren an einem der über 300 Termine begrüßen zu dürfen.

Herzlichst Ihr

Markus Mauthe

 

 

Auf dem “Irrweg”? 27.02.2012

Wie geht es eigentlich dem deutschen Wald? Ein Drittel der Landesfläche ist mit Wald bedeckt. Holz ist ein wichtiger Rohstoff der uns im Alltag in vielfältigster Weise dient. Im deutschen Forst wurde außerdem die Nachhaltigkeit erfunden. Kluge Menschen haben schon vor über 200 Jahren gemerkt, dass wenn wir unsere Wälder übernutzen, es irgendwann keine Bäume mehr geben wird. Also wird seitdem in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern nur soviel eingeschlagen, wie gleichzeitig nachwachsen kann. Doch wie unterschiedlich „Nachhaltigkeit“ ausgelegt wird, zeigt sich momentan an vielen Fronten, an denen Umweltschützer und Forst- bzw. Industrieleute um das richtige Konzept der Waldnutzung ringen. Über 99% des deutschen Waldes stehen momentan in wirtschaftlicher Nutzung. Auf weniger als einem Prozent unserer Waldfläche erlauben wir der Natur wirklich Natur zu sein. Das ist jämmerlich wenig. Wenn es um Artenvielfalt geht können nur im ungenutzten Wald die natürlichen Kreisläufe uneingeschränkt existieren. Unzählige Studien bestätigen dies. Deshalb hat die Bundesregierung auch schon im Jahre 2007 die „Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt“ beschlossen. Darin ist festgelegt, dass 10% der öffentlichen Wälder der Natur überlassen werden sollen.

Umso mehr überrascht es zu hören, dass der bayerische Forstminister Herr Brunner von einem „Irrweg“ spricht, als er über die aktuelle Greenpeace Kampagne zum Schutz alter Buchenwälder Stellung nimmt. Seit Anfang des Monats läuft diese Kampagne bundesweit und findet im Moment im bayerischen Spessart als Vorort-Aktion statt. Bis zu fünfundzwanzig Aktivisten durchkämmen die Wälder des Spessarts auf der Suche nach über 140-jährigen Buchen. Diese werden gemessen, markiert und mit GPS Geräten deren Standort genau ermittelt.

Die Arbeit soll dazu dienen, die ökologisch besonders wertvollen Wälder herauszufinden. Diese alten Wälder sollen die Grundlage kommender Schutzgebiete werden. Eigentlich hilft Greenpeace der Politik nur ihre eigenen Vorgaben besser umsetzen zu können. Doch der Sturm der Entrüstung ist wie gewohnt massiv. Die Lobby der Holzindustrie hat auch in Bayern weite Teile der Politik fest im Griff. Es ist im Spessart nicht anders als in anderen Teilen Deutschlands. Überall dort, wo längst überfällige Naturschutzprojekte angegangen werden, ist der Widerstand unglaublich heftig!! Rein rechnerisch wächst immer noch mehr Wald nach als wie eingeschlagen wird. Doch die Differenz nimmt von Jahr zu Jahr ab. Die Waldstrategie der Bundesregierung richtet sich mehr und mehr nach den Gewinninteressen der Holzindustrie und immer weniger nach Arten- und Umweltschutzerfordernissen. Seitdem mit der Biomasse ein klimafreundlicher Energieträger ausgemacht ist, wittern viele das große Geschäft. Holz in Energie umzuwandeln ist eine riesige Einnahmequelle. Doch, wer wirklich am „Klimaschutz“ Interesse hat, dem sollte klar sein, dass nur großflächige intakte Wälder auch wirkliche Helfer im Klimaschutz sind – nämlich als sogenannte “CO2-Senken”.

Greenpeace fordert, dass insgesamt 5% des deutschen Waldes (davon 10% des öffentlichen Waldes) wieder sich selbst überlassen wird. Damit bleiben immer noch 95% für den Menschen zur Nutzung übrig. Die Kampagne wird so lange weiter gehen, bis dieses Ziel erreicht ist und die Politik ihre selbstauferlegten Beschlüsse auch umsetzt. Einen kleinen Beitrag zum besseren Verständnis unserer Anliegen konnte ich leisten: Vergangenen Samstag habe ich “Europas wilde Wälder” in einem vollen Saal der Aschaffenburger Stadthalle gezeigt. Fast 300 Menschen haben dabei hoffentlich gespürt, dass Wald weit mehr ist, als ein Rohstoff der ausgebeutet wird.

 

Open Air Tour Sommer 2011 – “Europas wilde Wälder”

Es geht wieder los. Ein Vortrag unter freiem Himmel in schöner Umgebung ist zauberhaft. Nach dem kalten, verregneten Juli muss jetzt nur noch der Sommer beginnen…..

Datum Tag Zeit Stadt Veranstaltungsort bei Regen
01.08.2011 Mo 21:00 Bensheim-Auerbach Freilichtbühne Staatspark Fürstenlager, Bürgerhaus Kronepark
02.08.2011 Di 21.00 Hanau Amphitheater Schloss Philippsruhe überdacht
03.08.2011 Mi 21.00 Vöhl-Herzhausen Amphitheater Nationalpark Kellerwald Kinosaal (vor Ort)
04.08.2011 Do 21.00 Osnabrück Zoo Osnabrück, Vorplatz Museum am Schölerberg
05.08.2011 Fr 21.00 Bielefeld Siegfriedplatz Bürgerwache
06.08.2011 Sa 21.00 Thale Harzer Bergtheater, Herzentanzplatz Klubhaus Thale, Walpurgisstr. 37
07.08.2011 So 21.00 Bad Trebast Naturbühne Trebgast überdacht
08.08.2011 Mo 21.00 Marburg Elisabeth-Blochmann-Platz Universitätskirche
09.08.2011 Di 21.00 Wuppertal Talflimmern Open-Air-Kino überdacht
10.08.2011 Mi 21.00 Bielefeld Burghof Sparrenburg Restaurant Sparrenburg
11.08.2011 Do 21.00 Buchholz in der Nordheide Rathausplatz Jugendzentrum
12.08.2011 Fr 21.00 Wittdün An der Wandelbahn Nordseehalle
14.08.2011 So 21.00 Kiel Freilichtbühne Krusenkoppel nur Bühne überdacht
15.08.2011 Mo 21.00 Lübeck Freilichtbühne an der Wallstraße Kolosseum
16.08.2011 Di 21.00 Zinnowitz Freilichtbühne nur Bühne überdacht
17.08.2011 Mi 21.00 Stralsund vor dem Ozeaneum Saal im Ozeaneum
18.08.2011 Do 21.00 Zingst Freilichtbühne Zingst Multimediahalle
19.08.2011 Fr 21.00 Kühlungsborn Konzertgarten Ost Festzelt
20.08.2011 Sa 21.00 Potsdam Inselkino auf der Freundschaftsinsel Thalia Programm Kino Babelsberg
21.08.2011 So 21.00 Berlin Insel Berlin Treptower Park Raum auf dem Gelände
23.08.2011 Di 21.00 Frankfurt Zoo Frankfurt Zoo Raum im Zoo
25.08.2011 Do 21.00 Schwäbisch Hall Haller Globetheater überdacht
26.08.2011 Fr 21.00 Chemnitz Schlossteichinsel Saal des Tietz
27.08.2011 Sa 20.30 Seebach Naturschutzzentrum Ruhestein im Schwarzwald Raum im Naturschutzzentrum
28.08.2011 So 21.00 Lindau Schrannenplatz Zeughaus
30.08.2011 Di 21.00 Bad Langenargen Konzertmuschel Münzhof
31.08.2011 Mi 20.30 Lenningen Naturschutzzentrum Schopflocher Alb Raum im Naturschutzzentrum
01.09.2011 Do 20.30 Friedrichshafen Musikmuschel Friedrichshafen Kiesel
02.09.2011 Fr 20.30 Radolfzell Konzertsegel Radolfzell RIZ
04.09.2011 So 21.00 Konstanz Konzertmuschel Konstanz Konzil
Nach Oben

On the road again…. 05.11.2010

Werte Leser(innen) meines “wildview” -Blogs,

die Zeit der Abenteuer in den Wäldern Europas ist vorbei. Viele Fotos und Geschichten sind in den vergangenen zwei Jahren entstanden.

Jetzt beginnt für mich ein neues, aufregendes Kapitel als Vortragsreferent. Bis Ende 2012 werde ich für Greenpeace die “Wilden Wälder Europas” auf 250 Bühnen im ganzen deutschsprachigen Raum live präsentieren. Dazu möchte ich Sie ganz herzlich einladen, und freue mich, wenn Sie die Termine an Freunde und Bekannte weiterleiten. Die ersten 90 Abende stehen in der aktuellen Liste. Weitere Infos über den Vortrag finden sie unter www.greenpeace.de/multivision und auf meiner Homepage unter www.markus-mauthe.de.

Natürlich wird es auch wieder neue Geschichten und Fotos in diesem Blog geben, sobald ich in den Tourpausen das Mikrofon gegen den Fotoapparat eintauschen kann.  Ich freue mich, wenn Sie meine Einträge mit der Abo-Funktion in  der rechten Leiste direkt auf Ihren e-mail Account laden.

Die Straße wartet – die Bilder wollen auf der Leinwand erstrahlen und mein Freund Kai Arend (www.mabon.de) hat dazu wunderbare Musik komponiert.

Herzlichst Ihr Markus Mauthe

” Europas wilde Wälder” Markus Mauthe auf einer größeren Karte anzeigen

Ein Projekt nimmt Formen an….28.07.2010

Das Schöne an einem kreativen Schaffensprozess ist die Tatsache, dass man sehen kann, was man kreiert. In den vergangenen Monaten habe ich vor allen Dingen den Fotopool zu „Europas wilden Wäldern“ erstellt. Nun nutze ich die Sommerpause, um die Bilder zu sortieren und die Multivisionsshow zu strukturieren. Ich überlege mir einen roten Faden, der sich durch den Abend ziehen wird und bringe Bilder in die richtige Reihenfolge. Diese Abfolge leite ich dann an meinen Freund Kai Arend weiter (www.mabon.de). Er wird dazu sicherlich wieder wunderschöne Musik komponieren. Das macht er nun schon seit vielen Jahren für meine Diaschauen. Das Zusammenspiel aus Bild und Musik ist ein harmonischer Kontrapunkt zu meinen erzählten Geschichten und gestattet dem Zuschauer, sich immer wieder mit seinen eigenen Gedanken in die Bilder zu vertiefen. Außerdem sind meine Kolleginnen Inga, Astrid und Elfriede mit großem Eifer dabei, die anstehende Vortragstournee zu organisieren. Auftrittsorte müssen gefunden und koordiniert, Kontakte zu Plakatierern geknüpft werden. Am 12. November soll dann die große Vortragstournee starten, welche den wilden Wald in den kommenden zwei Jahren in 250 Säle der Republik bringen soll. Demnächst werden wir die Termine auch hier bekanntgeben. Eines der wichtigsten Werkzeuge zur Bewerbung der Veranstaltung ist sicherlich das Plakat. Ich möchte es heute an dieser Stelle gerne vorstellen. Meiner Meinung nach ist es sehr gelungen und ich hoffe, dass dies auch die Besucher so sehen und in Scharen zu den Vorstellungen kommen. Ab Mitte August werde ich mich nochmals aufmachen, um in einer langen finalen Reise durch Skandinavien, der Ukraine und Rumänien die letzten Lücken in der Storyline zu schließen. Ich freue mich sehr darauf, die fertige Show auf die Bühne zu bringen, denn ich glaube, dass hier etwas Sehenswertes am Entstehen ist.

„Planet der Wälder“ – Ein Rückblick 07.12.2009

Als ich Anfang des Jahres 2003 bei Greenpeace in Hamburg anrief, habe ich noch nicht geahnt wie nachhaltig dieser Schritt mein Leben beeinflussen sollte. Es war der Beginn eines Projektes, das nun fast sieben Jahre später mit dem 437sten Vortrag an der Universität in Magdeburg seinen vorläufigen Abschluss finden sollte. Der Reihe nach. Ich war frustriert über einen Artikel im Greenpeace Magazin, wo geschrieben stand, dass schon 80 % aller Naturwälder auf der Erde vom Menschen zerstört worden sind. Außerdem war ich sowieso frustriert, da mein Leben zu diesem Zeitpunkt eher unrund verlief, um es mal vorsichtig auszudrücken. Es war Zeit für einen Wandel und so war ich fest entschlossen, mich an die Rettung des Planeten zu machen. Dieser hatte mir in den Jahren davor auf vielen Reisen soviel Freude und positive Erfahrungen geschenkt, dass es nun an mir war, etwas davon zurückzugeben. Ich wollte meine Fähigkeiten mit der Kamera in den Dienst der Natur stellen, und da schienen mir die Regenbogenkrieger von Greenpeace die richtigen Partner zu sein. Von Kindheit an habe ich verfolgt was die Aktivisten in ihren teils spektakulären Aktionen leisten und ich habe sie immer bewundert. Um die Verantwortlichen von meiner Ernsthaftigkeit zu überzeugen, habe ich kurzerhand die Hamburger Musikhalle angemietet. In einem Saal mit 600 Sitzplätzen saßen dann zwei Waldkampaigner und haben sich meine Panoramadiaschau über den Südwesten der USA angeschaut. Ich wollte zeigen was man bei Menschen für Emotionen auslösen kann wenn man gute Fotografie mit Musik und Information mischt und zu einem multimedialen Gesamtwerk vereint. Ich habe Eindruck hinterlassen. Man schickte mich in den zweitgrößten Regenwald der Erde, in das Kongobecken nach Afrika. Ich sollte Bilder für das Archiv erstellen, was mir auch mit viel Schweiß und Tränen gelang. Es war bis zum heutigen Tag die anstrengenste Reise meines Lebens. Da es sieben große Waldgebiete auf dem Planeten gibt habe ich darauf gedrängt, auch andere Wälder dokumentieren zu dürfen. Ich wurde daraufhin erst nach Papua Neuguinea, nach Patagonien und dann nach Sibirien geschickt. Der Auftrag war in erster Linie dafür zu sorgen, dass die der weltweiten Kampagne zum Schutz der Urwälder angeschlossenen Kollegen mit Bildmaterial für ihre Arbeit versorgt werden. Doch ich hatte mehr im Sinn. Ich wollte die Geschichten die ich erlebte der Öffentlichkeit erzählen. Den Menschen zeigen was Greenpeace dort draußen für wichtige Arbeit macht, um unsere Lebensgrundlagen zu erhalten. Also habe ich an zwölf Abenden im Sommer 2004 Open Air Shows in meiner Heimatregion am Bodensee organisiert.

Poster Urwald_E4

Daraufhin kamen über dreitausend Menschen zur Bilderschau mit dem Titel „Abenteuer Urwald“. Es waren bezaubernde Abende dabei. Laue Sommernächte an denen der See das Mondlicht reflektierte und über die große Leinwand liefen meine Bilder von fernen Waldgebieten. Die Tour war ein voller Erfolg. Über siebzig Menschen meldeten sich um in Friedrichshafen eine ehrenamtliche Greenpeace Gruppe zu gründen, die bis zum heutigen Tag aktiv ist. Jetzt war klar, dass man mich nicht nur als Fotograf einsetzen kann, sondern auch als Botschafter für die Ziele, die Greenpeace kommuniziert. Weitere Reisen folgten. Parallel haben wir eine erste große Vortragstournee durch ganz Deutschland geplant, die ich fast im Alleingang organisierte. Unterstützung bekam ich von Inga Rohlmann aus dem Greenpeace Netzwerk, mit der ich seitdem eng zusammen arbeite.

Plakat Greenpea_

Unter dem Titel „Grüner Planet“ erzählte ich an 122 Abenden meine Geschichten vor über 20.000 Menschen. Es war eine lange anstrengende Tour mit unzähligen Erlebnissen, die ohne größere Unfälle verlief. Im Frühjahr des Jahres 2006 folgte dann die spannendste Reise – in den größten Tropenwald der Erde, nach Amazonien. Ich bin auf den höchsten Berg von Brasilien gestiegen, habe Urwaldvölker besucht und eine grandiose Natur erlebt, die mich nachhaltig beeindruckt hat. Doch nirgends wurde mir die menschliche Unvernunft so klar vor Augen geführt wie hier im Süden des Amazonas Binoms. Ich bin über hunderte Quadratkilometer große Sojafelder und Rinderweiden geflogen. Endlose Monokulturen auf denen vor wenigen Jahren noch der artenreichste Regenwald der Erde stand.

Amazonas

Allein diese Reise bot so viel Stoff, dass ich daraus einen eigenen Vortrag bastelte, der im Sommer desselben Jahres auf 30 Open Air und 25 Indoor Shows zum Einsatz kam. Dies war aber auch nur eine weitere Zwischenstation zum großen Abschlussprojekt, dem „Planet der Wälder“.

Plakat Planet dW-RZ

Ich wollte einen Vortrag, der die globale Waldsituation in all seiner Schönheit und Vielfalt wiedergibt. Ich habe die noch fehlenden Wälder besucht und mich dann an die Bearbeitung des Materials gemacht. Dabei ist zusammen mit Thomas Henningsen, dem Kampagnenleiter von Greenpeace, ein stattlicher Bildband erstanden, der im Bucher Verlag erschienen ist.

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Der Vortrag feierte seine Premiere am 29.10.2007 vor 200 Besuchern im süddeutschen Nürtingen. Der Kreis schließt sich am 27.11.2009 an der Uni in Magdeburg, wo vor 115 Menschen die mit 250 Terminen bisher längste Vortragstour in meiner zwanzigjährigen Geschichte als Referent zu Ende ging. So ziemlich alles was man erleben kann, habe ich erlebt. Ich stand an manchem Abend vor zwanzig Besuchern, manchmal aber auch vor fünf- bis sechshundert. Ich habe insgesamt 437 Waldvorträge gehalten. 66616 Menschen haben die Shows gesehen. Das kann sich wirklich sehen lassen, wenngleich ich manchmal etwas frustriert feststellen muss, das diese Menge an Menschen die ich über mehrere Jahre erreiche bei einem Bundesligaspiel an einem Nachmittag zusammenkommen. Oder bei einer Quizshow im TV zehnfach vor der Glotze sitzen. Trotzdem bin ich zufrieden, denn der persönliche Austausch in einem Vortragsaal ist wesentlich intensiver als durch die Anonymität des Fernsehens oder Kinos. Ich habe auf Fotofestivals gesprochen, vor Schulklassen, an Forstschulen, in Kirchengemeinden und Stadthallen. Am Schönsten sind jedoch die vielen wunderbaren Standorte unserer Open Air Shows gewesen. Diese befanden sich zum Teil auf Naturbühnen mitten im Wald. Bei schönem Wetter war dies ein unheimlich intensives Erlebnis für mich und die Besucher. Was mich besonders freut ist die Tatsache, dass sich aufgrund meiner Arbeit inzwischen vier ehrenamtliche Greenpeace Gruppen gegründet haben und insgesamt 3437 Menschen zu Förderern wurden. Das ist besonders wichtig, denn Greenpeace ist unabhängig und nimmt kein Geld von der Industrie oder anderen Interessensgruppen. Die Arbeit basiert in allen vierzig Ländern wo Greenpeace tätig ist nur auf Privatspenden. Ich bin froh, dass ich hier einen wichtigen Beitrag leisten kann. Wer meinen Blog bis hier verfolgt hat, wird wissen, dass die Arbeit an dieser Stelle aber nicht aufhört. Ich kann mir ein Leben ohne Umweltbotschaft eigentlich nicht mehr vorstellen. Heute beginnt in Kopenhagen die Klimakonferenz. Wie wichtig diese für unser Aller überleben ist, habe ich an anderer Stelle schon deutlich gemacht. Auch wenn ich allein die Welt sicherlich nicht retten kann, so bin ich doch in der Lage, innerhalb meiner Möglichkeiten einen wichtigen Beitrag zum globalen Umdenken unserer Spezies zu leisten. Deshalb geht im Herbst des kommenden Jahres eine weitere große Vortragstour los, in der ich soviel wie möglich Menschen für die Schönheiten unserer Erde begeistern möchte. Bis es soweit ist mache ich mich auf die Suche nach Urwäldern bei uns in Europa. Wer mich begleiten will, kann dies hier unter wildview.de sehr gerne tun.

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