Wildview

Abenteuer Natur(schutz)fotografie

Tag: Europas wilde Wälder

wildview – Ausblicke auf 2013

Liebe Leser-innen meines “wildview”-Blogs,

an dieser Stelle möchte ich mich bei ihnen Allen dafür bedanken, das Sie sich für meine Geschichten und Fotografien interessieren.

Ich habe nach 250 Aufführungen meine Tournee mit dem Greenpeace Vortrag “Europas wilde Wälder” beendet, und kann mich nun mit aller Kraft dem neuen Projekt zuwenden. Dieses entsteht ebenso in enger Zusammenarbeit mit Greenpeace.  ”Naturwunder Erde” wird ab November 2013 auf große Tournee gehen. Davor habe ich nun viel Zeit mit all meiner Kreativität die Schönheit und Vielfalt unseres Planeten zu dokumentieren, um daraus eine fesselnde Multimediashow zu produzieren. Ich werde also auch in den kommenden Monaten an dieser Stelle regelmäßig über meine Abenteuer in Wort und Bild berichten. Insbesondere den Erstbesuchern des Blogs sei gesagt, dass ich mich sehr freuen würde, wenn Sie meine Einträge abonnieren würden. Tragen Sie einfach Ihre e-mail Adresse rechts oben in das Feld ein, und Sie bekommen alle Beiträge zeitnah zugesendet. Natürlich hat man nicht immer Zeit jeden Text zu lesen, aber zum Bilder gucken reicht die Zeit doch meistens aus. Ich freue mich darauf Ihnen in den kommenden Monaten unsere Heimat, die Erde, vorstellen zu dürfen. Im ersten Halbjahr plane ich in die Regenwälder Tasmaniens, die Gletscher Patagoniens, in die Tiefen des Pazifischen Ozeans bei Palau und auf die Berge des Himalaya nach Nepal zu reisen. Die Vortragstournee wird dann ab November 2013 bis einschließlich 2015 die Fotografien auf Großleinwand in fast 300 Städte im ganzen deutschsprachigen Raum bringen. Ich komme sicherlich auch in Ihre Gegend und freue mich darauf Ihnen unsere Welt aus meiner Sicht eines Naturfotografen präsentieren zu können.

Herzlichst Ihr Markus Mauthe


Open Air Tour Sommer 2011 – “Europas wilde Wälder”

Es geht wieder los. Ein Vortrag unter freiem Himmel in schöner Umgebung ist zauberhaft. Nach dem kalten, verregneten Juli muss jetzt nur noch der Sommer beginnen…..

Datum Tag Zeit Stadt Veranstaltungsort bei Regen
01.08.2011 Mo 21:00 Bensheim-Auerbach Freilichtbühne Staatspark Fürstenlager, Bürgerhaus Kronepark
02.08.2011 Di 21.00 Hanau Amphitheater Schloss Philippsruhe überdacht
03.08.2011 Mi 21.00 Vöhl-Herzhausen Amphitheater Nationalpark Kellerwald Kinosaal (vor Ort)
04.08.2011 Do 21.00 Osnabrück Zoo Osnabrück, Vorplatz Museum am Schölerberg
05.08.2011 Fr 21.00 Bielefeld Siegfriedplatz Bürgerwache
06.08.2011 Sa 21.00 Thale Harzer Bergtheater, Herzentanzplatz Klubhaus Thale, Walpurgisstr. 37
07.08.2011 So 21.00 Bad Trebast Naturbühne Trebgast überdacht
08.08.2011 Mo 21.00 Marburg Elisabeth-Blochmann-Platz Universitätskirche
09.08.2011 Di 21.00 Wuppertal Talflimmern Open-Air-Kino überdacht
10.08.2011 Mi 21.00 Bielefeld Burghof Sparrenburg Restaurant Sparrenburg
11.08.2011 Do 21.00 Buchholz in der Nordheide Rathausplatz Jugendzentrum
12.08.2011 Fr 21.00 Wittdün An der Wandelbahn Nordseehalle
14.08.2011 So 21.00 Kiel Freilichtbühne Krusenkoppel nur Bühne überdacht
15.08.2011 Mo 21.00 Lübeck Freilichtbühne an der Wallstraße Kolosseum
16.08.2011 Di 21.00 Zinnowitz Freilichtbühne nur Bühne überdacht
17.08.2011 Mi 21.00 Stralsund vor dem Ozeaneum Saal im Ozeaneum
18.08.2011 Do 21.00 Zingst Freilichtbühne Zingst Multimediahalle
19.08.2011 Fr 21.00 Kühlungsborn Konzertgarten Ost Festzelt
20.08.2011 Sa 21.00 Potsdam Inselkino auf der Freundschaftsinsel Thalia Programm Kino Babelsberg
21.08.2011 So 21.00 Berlin Insel Berlin Treptower Park Raum auf dem Gelände
23.08.2011 Di 21.00 Frankfurt Zoo Frankfurt Zoo Raum im Zoo
25.08.2011 Do 21.00 Schwäbisch Hall Haller Globetheater überdacht
26.08.2011 Fr 21.00 Chemnitz Schlossteichinsel Saal des Tietz
27.08.2011 Sa 20.30 Seebach Naturschutzzentrum Ruhestein im Schwarzwald Raum im Naturschutzzentrum
28.08.2011 So 21.00 Lindau Schrannenplatz Zeughaus
30.08.2011 Di 21.00 Bad Langenargen Konzertmuschel Münzhof
31.08.2011 Mi 20.30 Lenningen Naturschutzzentrum Schopflocher Alb Raum im Naturschutzzentrum
01.09.2011 Do 20.30 Friedrichshafen Musikmuschel Friedrichshafen Kiesel
02.09.2011 Fr 20.30 Radolfzell Konzertsegel Radolfzell RIZ
04.09.2011 So 21.00 Konstanz Konzertmuschel Konstanz Konzil
Nach Oben

On the road again…. 05.11.2010

Werte Leser(innen) meines “wildview” -Blogs,

die Zeit der Abenteuer in den Wäldern Europas ist vorbei. Viele Fotos und Geschichten sind in den vergangenen zwei Jahren entstanden.

Jetzt beginnt für mich ein neues, aufregendes Kapitel als Vortragsreferent. Bis Ende 2012 werde ich für Greenpeace die “Wilden Wälder Europas” auf 250 Bühnen im ganzen deutschsprachigen Raum live präsentieren. Dazu möchte ich Sie ganz herzlich einladen, und freue mich, wenn Sie die Termine an Freunde und Bekannte weiterleiten. Die ersten 90 Abende stehen in der aktuellen Liste. Weitere Infos über den Vortrag finden sie unter www.greenpeace.de/multivision und auf meiner Homepage unter www.markus-mauthe.de.

Natürlich wird es auch wieder neue Geschichten und Fotos in diesem Blog geben, sobald ich in den Tourpausen das Mikrofon gegen den Fotoapparat eintauschen kann.  Ich freue mich, wenn Sie meine Einträge mit der Abo-Funktion in  der rechten Leiste direkt auf Ihren e-mail Account laden.

Die Straße wartet – die Bilder wollen auf der Leinwand erstrahlen und mein Freund Kai Arend (www.mabon.de) hat dazu wunderbare Musik komponiert.

Herzlichst Ihr Markus Mauthe

” Europas wilde Wälder” Markus Mauthe auf einer größeren Karte anzeigen

Tanz der stummen Geister 09.09.2010

Wie im normalen Alltag so ist es auch in der Naturfotografie eine Freude, wenn Einem etwas zuteil wird, mit dem man eigentlich gar nicht gerechnet hat. So ist es mir und Elfriede in  unserer letzten Nacht am Inari See ergangen. Dazu später mehr. Begonnen hat das Abenteuer bei Jarmo Pyykkö einem Freund und Greenpeace Kollegen, der nahe des Städtchens Inari gerade dabei ist eine Blockhaus-Sauna auf seinem Grundstück zu bauen. Jarmo kenne ich noch aus der Zeit meiner Arbeit am „Planet der Wälder“ Projekt. Die Region um den Inari See im finnischen Teil von Lappland liegt etwa 300 km oberhalb des Polarkreises und ist die einzige thematische Überschneidung die mein altes Thema mit den „Wilden Wäldern Europas“ hat. Hier oben gibt es noch Urwälder.

Alter Wald weckt auch heute noch Begehrlichkeiten. Obwohl auch in Finnland schon 98 Prozent aller Bäume in Forst verwandelt wurde, lastete bis heute großer Druck auf diesen letzten Oasen der Artenvielfalt. Der staatliche Konzern Metsähallitus hat bis dato den einmaligen Wert dieser Überbleibsel echter Wildnis nicht erkannt und so wurden die Harvester immer wieder gnadenlos in die Wälder gefahren. Greenpeace hat vor über elf Jahren damit begonnen die hier lebende Urbevölkerung, das Volk der Sami, bei ihrem Kampf um den Wald zu unterstützen. Die Sami sind seit jeher Rentierzüchter und brauchen intakte Urwälder für Ihre Tiere als Lebensraum und Nahrungsressource. Jarmo ist einer der wenigen aus der lokalen finnischen Bevölkerung der den Mut hat gegen die mächtigen Gegner aufzustehen und sich ganz klar für den Waldschutz zu positionieren. Die bedrohten Bäume liegen weit verstreut um die Ufer des Inari Sees. Dieser ist aus meiner Sicht ein wirkliches Naturwunder.

Durch Gletscher geformt ist hier im Laufe von Jahrmillionen eine Seenlandschaft entstanden die Seinesgleichen sucht. Auf einer Fläche etwa Doppel so groß wie der Bodensee erheben sich hier bis zu dreitausend Inseln und Inselchen. Deshalb erscheint einem die Region auch manchmal eher als ein Labyrinth aus Wasserstraßen als eine offene Seefläche. Bewachsen sind die Inseln und Ufer mit altem Kiefernwald und die Böden sind von zahlreichen Beerensträuchern, Moosen und Flechten überzogen. Ich freue mich sehr dass uns Jarmo ein weiteres Mal eines seiner selbstgebauten Boote zur Verfügung stellt. So bekommen wir die Möglichkeit diese Wunderwelt zu erkunden. Das Boot ist mit Rudern und einem kleinen Segel ausgestattet, welches uns ein lautloses Vorwärtskommen ermöglicht. Muss es schnell gehen können wir jederzeit einen kleinen Motor anschmeißen und beim Fotografieren dem Licht hinterherfahren. Es weht meist eine ganz leichte Brise und so können wir über den See gleiten ohne allzu stark rudern zu müssen. Die vereinzelten Birken zeigen schon deutliche Anzeichen herbstlicher Färbung. Da es aber bisher keine Frostnacht gegeben hat sind die mit Beeren überzogenen Waldböden fast alle noch Grün.

Das ist Schade, denn der volle Zauber dieser Natur wird erst entfaltet wenn die Erde praktisch mit roter Farbe überzogen ist. Wir haben vier Tage Zeit. Da die fotografischen Bedingungen noch nicht perfekt sind konzentrieren wir uns auf das Erkunden schöner Aufnahmepositionen. Leider geht Elfriedes Zeit hier im hohen Norden zu Ende und ich werde sie nach dieser Bootsfahrt zum Flughafen bringen müssen. Zum Glück habe ich genug Zeit um auf die richtig bunten Tage zu warten. Das hoffe ich zumindest. Genau wissen was die Natur macht kann man natürlich nicht. Nur ganz selten begegnen uns andere Menschen. Ab und zu kreuzt unseren Weg ein kleines Fischerboot oder ein Ausflugsschiff. Die meiste Zeit sind wir völlig Allein. In den ersten drei Nächten waren Blockhütten unser Lager. Doch in der letzten Nacht kündigt sich ein völlig wolkenloser Himmel an. Während des Tages haben wir eine winzige baumfreie Insel entdeckt. Wir entschließen uns das Eiland anzusteuern und ohne Zelt nur in Schlafsäcke gehüllt unter dem Sternenmeer zu schlafen. Solange kein starker Wind aufkommt sind die Temperaturen sicherlich erträglich, obwohl wolkenfreie Nächte natürlich recht frisch sind. Wir erleben den Sonnenuntergang am Lagerfeuer. Zu allen Seiten sind wir von Inseln, Wald und Wasser umgeben. Nach und nach erscheinen vereinzelte Sterne am Firmament.

An einem Ende des Horizontes beginnt es noch während des letzten Abendrotes leicht zu schimmern. Ich bin sofort hellwach. Können das Nordlichter sein? Bisher dachte ich immer es müsste Saukalt sein um Diese zu sehen. Scheinbar reicht ein kristallklarer Nachthimmel, denn nach einiger Zeit gibt es keinen Zweifel mehr. Die Schleier tanzen am Horizont. Es ist die Aurora Borealis, das wunderbare Nordlicht. Wenn elektrisch geladene Teilchen des Sonnenwindes auf die Erdatmosphäre treffen, regen sie die dort vorhandenen Luftmoleküle zum Leuchten an und bescheren dem staunenden Betrachter ein unvergessliches Naturschauspiel. Elfriede erlebt das Spektakel warm eingehüllt in ihren Schlafsack aus der liegenden Perspektive. Ich erfreue mich an unverhofften Supermotiven, denn am Horizont macht ein minimales Restlicht die Landschaft des Inari Sees durch die Langzeitbelichtung wieder sichtbar.

Ich stelle die Nikon auf eine Empfindlichkeit von 800 – 1000 ASA und achte darauf das die Belichtungszeit nicht länger als 12 Sekunden beträgt. Denn dann werden die Sterne nicht mehr als Punkte sondern durch ihre Bewegung, als Linien abgebildet. Die Lichter tanzen vor dem Sternenmeer und verändern ständig ihre Form. Gespenstern gleich huschen sie in völliger Lautlosigkeit vor der Kulisse des unendlichen Universums. Es sind die schönsten und intensivsten Polarlichter die ich jemals gesehen habe. Noch vor Mitternacht ist alles vorbei und ich versinke in einen kurzen unruhigen Schlaf. In weniger als fünf Stunden beginnt die Dämmerung. Da muss der engagierte Naturfotograf wieder bereit stehen – was er auch gerne tun wird. Für Elfriede war dies ein wunderbarer Abschluss unserer fast vierwöchigen gemeinsamen Skandinavienreise. Ich werde die kommenden Tage genau verfolgen wie sich der Herbst in Finnland entwickeln wird. Es steckt noch viel fotografisches Potential in dieser wunderbaren Natur.

Ein Projekt nimmt Formen an….28.07.2010

Das Schöne an einem kreativen Schaffensprozess ist die Tatsache, dass man sehen kann, was man kreiert. In den vergangenen Monaten habe ich vor allen Dingen den Fotopool zu „Europas wilden Wäldern“ erstellt. Nun nutze ich die Sommerpause, um die Bilder zu sortieren und die Multivisionsshow zu strukturieren. Ich überlege mir einen roten Faden, der sich durch den Abend ziehen wird und bringe Bilder in die richtige Reihenfolge. Diese Abfolge leite ich dann an meinen Freund Kai Arend weiter (www.mabon.de). Er wird dazu sicherlich wieder wunderschöne Musik komponieren. Das macht er nun schon seit vielen Jahren für meine Diaschauen. Das Zusammenspiel aus Bild und Musik ist ein harmonischer Kontrapunkt zu meinen erzählten Geschichten und gestattet dem Zuschauer, sich immer wieder mit seinen eigenen Gedanken in die Bilder zu vertiefen. Außerdem sind meine Kolleginnen Inga, Astrid und Elfriede mit großem Eifer dabei, die anstehende Vortragstournee zu organisieren. Auftrittsorte müssen gefunden und koordiniert, Kontakte zu Plakatierern geknüpft werden. Am 12. November soll dann die große Vortragstournee starten, welche den wilden Wald in den kommenden zwei Jahren in 250 Säle der Republik bringen soll. Demnächst werden wir die Termine auch hier bekanntgeben. Eines der wichtigsten Werkzeuge zur Bewerbung der Veranstaltung ist sicherlich das Plakat. Ich möchte es heute an dieser Stelle gerne vorstellen. Meiner Meinung nach ist es sehr gelungen und ich hoffe, dass dies auch die Besucher so sehen und in Scharen zu den Vorstellungen kommen. Ab Mitte August werde ich mich nochmals aufmachen, um in einer langen finalen Reise durch Skandinavien, der Ukraine und Rumänien die letzten Lücken in der Storyline zu schließen. Ich freue mich sehr darauf, die fertige Show auf die Bühne zu bringen, denn ich glaube, dass hier etwas Sehenswertes am Entstehen ist.

Wildview läuft unter Wordpress 3.4.2
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates